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Internationaler Ideenwettbewerb Shrinking Cities – Reinventing Urbanism

Seit Beginn der Industrialisierung sind in den Industrieländern Bevölkerung, Wirtschaft, Wohlstand und Städte nahezu kontinuierlich und meist in rapidem Tempo gewachsen. Wachstum gehört zum Selbstverständnis unserer Denk- und Wirtschaftsweise. Diese historische Epoche geht zu Ende.

Die Bevölkerung alter Industriestaaten wie Deutschland, Italien, Japan oder auch Rußland verringert sich. Einige Städte verschwinden, andere verlieren seit Jahrzehnten Bevölkerung und wirtschaftliche Aktivität. Dem Phänomen urbaner Schrumpfung liegen mehrere Transformationsprozesse zugrunde, die im Wettbewerb exemplarisch anhand von vier Stadtregionen bearbeitet wurden: Die Automobilstadt Detroit (USA) steht für Schrumpfung durch Suburbanisierungsprozesse; die Textilregion Ivanovo (Russische Föderation) für Schrumpfung im postsozialistischen Wandel und die ehemalige Industrieregion Manchester/Liverpool (Großbritannien) für Schrumpfung durch Deindustrialisierung. In der Region Halle/Leipzig schließlich sind alle diese Prozesse gleichzeitig wirksam.

In welcher Form kann unter diesen Bedingungen heute Planung gedacht werden – trotz der Ernüchterung über die Steuerbarkeit gesellschaftlicher Prozesse im Neoliberalismus?

Die im Heft vorgestellten Arbeiten künden keineswegs vom Untergang, sie spiegeln vielmehr ein sich veränderndes Verständnis von Planung wider. So werden Szenarien erdacht, neue Akteursmodelle erprobt und mental maps zur Selbst(er)findung erstellt, um neue Herangehensweisen an die Herausforderungen schrumpfender Städte zu entwickeln.

Mai 2005 / 14.00 EUR

Ausgabe leider vergriffen.

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