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Zahlreiche Wohnhochhäuser prägen Singapurs Stadtbild. Baugrund ist äußerst wertvoll und gehört aufgrund eines Pachtsystems zu mehr als drei Vierteln dem Staat. Die Wohngebäude werden mehrheitlich von der für Wohnungsbau zuständigen Behörde, dem Housing and Development Board, gebaut, der 1960 an die Stelle des Singapore Improvement Trust aus der Kolonialzeit trat. Die Idee von Wohneigentum wird durch das Modell Singapurs auf radikale Weise infrage gestellt, denn Privat­personen besitzen ihre Wohnungen hier zumeist im Rahmen von Erbpacht­verträgen mit 99-jähriger 
Laufzeit, nach deren Ablauf sie wieder an das Housing and Development Board fallen. In der Praxis trat dieser Fall bislang noch nicht ein. Stattdessen wurden viele der in den 1960er-Jahren oder danach gebauten Wohnungen bereits vorzeitig an den Staat zurückverkauft, abgerissen und durch Neubauten ersetzt.

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S. 160–165

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Ho Puay-Peng