ARCH+ 174


Erschienen in ARCH+ 174,
Seite(n) 92-97

ARCH+ 174

Critical, Post-Critical, Projective?

Von Fischer, Ole W.

Szenen einer Debatte

Die “Architektur” ist in der Krise. Symptomatisch für diesen Zustand sind zwei Symposien über die Disziplinarität der Architektur, die innerhalb des letzten halben Jahres an renommierten Hochschulen stattfanden und die unterschiedlicher nicht hätten ausfallen können: Während im April auf der “Loopholes Conference” der Graduate School of Design in Harvard über das Verhältnis von Theorie und Praxis und über den Fortbestand der “kritischen Architektur” gestritten wurde, widmete sich das Symposium “Einsichten Ansichten Aussichten” im November anläßlich des 150. Jubiläums der ETH Zürich im KKL Luzern Themen der zukünftigen Architekturausbildung. Hier ging es um die Kernkompetenz des Entwerfens und die Bürotauglichkeit der Absolventen, um politisch korrekte Nachhaltigkeit, technische Innovation und unaufhaltsame Beschleunigung der Bau- und Planungsprozesse, und nicht zuletzt um die Verantwortung der Architekten gegenüber dem historischen Erbe der europäischen Stadt; there um nicht weniger als die Frage, ob Architektur noch unter die intellektuellen Praktiken zu rechnen sei oder nicht...

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