ARCH+ 167


Erschienen in ARCH+ 167,
Seite(n) 36-37

ARCH+ 167

zoomTown

Von Dörfler, Bertram /  Görlich, Jutta /  Wortmann, Gero /  Büro Wilhelm /  Grillmaier, Josef

 

Mitarbeiter: Jens Achilles Doris Drummer Sonja funk Christiane Höbner mw2 Daniela Pilic Daniela Rizzi Ulrike Weyland Wohlstand ohne Wachstum. Die längst erfolgte Einsicht, daß unser Wachstum zum Stillstand gerät, sich sogar in einen Schrumpfungsprozeß verkehren wird, verlangt ein umfassendes Umdenken. Momentan werden finanzielle Ressourcen zur Instandsetzung aufgeblähter, veralteter, unwirtschaftlicher Siedlungs-, Industrieund Infrastrukturobjekte benötigt und binden wichtiges Kapital für die Erneuerung und Entschlackung verkrusteter urbaner Strukturen. In zoomtown werden daher, aufbauend auf bestehenden städtischen Strukturen, in einem ersten Schritt Rückbaumaßnahmen vorgeschlagen, die begleitet sind von gezielten Neuinterventionen. Infrastruktur Im Gegensatz zur überlieferten historischen Stadt hat die Vielfalt an Infrastruktureinrichtungen in den letzten hundert Jahren enorme Ausmaße angenommen. Man denke nur an den Verkehr um 1900. Im wesentlichen bestand dieser aus Pferdefuhrwerken, ersten kutschenähnlichen Autos und der Dampflok. Heute gibt es Autos, U- und S-Bahnen, Straßen bahnen, ICE-Züge, Güterzüge, Regionalbahnen, Flugzeuge, Fahrräder, etc. Mit den Verkehrsmitteln hat sich auch das Spektrum der unterschiedlichen Geschwindigkeiten erheblich ausgeweitet, von 4-5 km/h eines Fußgängers bis zu 900 km/h eines Flugzeuges. Diese Entwicklung ging schrittweise und darum schleichend und fast unbemerkt vor sich. Beinahe selbstverständlich wurden neue Verkehrsmittel in die Stadt integriert, ohne daß veraltete Strukturen dabei ganz verschwunden wären. Große Entlastungsschneisen in und um die Städte sind eine der wenigen sichtbaren Folgen, die das Erscheinungsbild der Stadt nachhaltig prägen.

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