ARCH+ 178

Kostenloser Download


Erschienen in ARCH+ 178,
Seite(n) 12-17

ARCH+ 178

Lokale Modernen 2: Simulakren des Nationalen

Von Ronneberger, Klaus /  Schöllhammer, Georg /  Weisbeck, Markus

Sowjetische Architektur und Städtebau in Zentralasien

Als die Sowjetunion im Jahre 1991 endgültig zusammenbrach, erlangten auch die fünf zentralasiatischen Unionsrepubliken ihre vollständige Souveränität. Erstaunlicherweise bildeten sie – trotz ihrer starken ethnisch-nationalen Besonderheiten – eines der letzten Bollwerke des Sowjetkommunismus. Heute hingegen ist überall in Zentralasien das Bestreben zu verspüren, sich von der sozialistischen Vergangenheit zu distanzieren und neue nationale Identitäten zu entwickeln. Dabei spielt die bauliche Umwelt eine wichtige Rolle, und zwar im doppelten Sinn: Zum einen soll eine auffällige Investorenarchitektur den Anschluss an die kapitalistische Global-Ökonomie demonstrieren, zum anderen bemüht man das Erbe der mittelalterlich-islamischen Kultur, um lokale Verwurzelung und nationale Eigenheiten zu betonen. Dabei scheint das Vertrauen der postkommunistischen Staatsführungen in die symbolische Bedeutung von Architektur und Monument ebenso ausgeprägt zu sein wie ehemals zu Zeiten der UdSSR...

SSS Siedle Dornbracht Euroboden
Feedback erwünscht!