ARCH+ 201/202


Erschienen in ARCH+ 201/202,
Seite(n) 32-35

ARCH+ 201/202

Stadtvisionen: Gesellschaftstatsachen

Von Delitz, Heike /  Fischer, Joachim

Jede Gesellschaft entwirft sich ihre eigene Zukunft, generiert durch ihre jeweiligen Generationen ein ‚Projekt‘ – die Imagination dessen, wie sie morgen sein wird. Jede schafft sich ihre Geschichte – ihr Wissen darüber, wo sie her kam, wovon sie sich absetzt, was sie tradiert. Und jede urbane Gesellschaft vollzieht beides im Medium der Architektur und städtischen Infrastruktur. Aufgrund der materiellen Härte der Gebäude und ihrer Verklammerung mit dem Boden bleiben Kraftfelder vergangener Zukünfte zurück – und dies in der „datensetzenden Macht“1 der Architektur. Gerade die Tiefenstrukturen der jeweiligen Gesellschaftsentwürfe bleiben im Netz der Stadt, prägen ebenso wie die expressiven Bauten aktuelle und künftige Denkweisen und Realisierungen. Kanalisierung, Straßen, Versorgungsleitungen, die rechtlichen Kodifikationen des Bodens schaffen je spezifische Möglichkeiten, sind die Vektoren künftiger städtischer Gestaltungen...

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