ARCH+ 215


Erschienen in ARCH+ 215,
Seite(n) 62-65

ARCH+ 215

Atelier Kempe Thill: HipHouse

Von Atelier Kempe Thill /  Reese, Achim

Für die Architekten der Zwischenkriegszeit galt der soziale Wohnungsbau als Prüfstein und Aushängeschild ihres Tuns. Die Avantgarde der klassischen Moderne schlug eine Vielzahl von Lösungen für den kostengünstigen Wohnungsbau vor, zu denen auch die „Wohnung für das Existenzminimum“ gehörte, die auf dem zweiten Treffen des CIAM (Congrès Internationaux d’Architecture Moderne) 1929 in Frankfurt diskutiert wurde. Mittlerweile scheint dieser Anspruch, intelligente architektonische Lösungen für den sozialen Wohnungsbau zu entwickeln, obsolet geworden zu sein: Kaum ein Vertreter der heutigen Avantgarde, der so genannten Starchitecture, hat in den vergangenen Jahren bedeutsame Beiträge zum kostengünstigen Wohnen geliefert. Verschärft wird das Problem nicht nur durch eine neoliberale Stadtpolitik, die das Problem der Wohnraumversorgung immer stärker privatisiert hat, sondern auch durch eine immer rigideren Energie- und Umweltgesetzgebung, die Mehrkosten verursacht und zugleich die Gestaltungsmöglichkeiten empfindlich einschränkt. …

SSS Siedle Dornbracht Euroboden
Feedback erwünscht!