ARCH+ 214


Erschienen in ARCH+ 214,
Seite(n) 28-33

ARCH+ 214

Referenzen

Von Coburn, Jesse /  Schulz, Simon

Raster und Feld Das Raster war wohl eines der prägnantesten Merkmale der Architektur der 1950er und 1960er Jahre, die den aufkommenden postmodernen Diskurs einleitete. An Stelle des fließenden Grundrisses der funktionalistischen Moderne bediente man sich, einmal mehr, des Rasters als Gestaltungsprinzip und Entwurfswerkzeug. …

Typologie und Morphologie Anfang der 1950er-Jahre rückten, durch Studien des italienischen Architekten Saverio Muratori, die Begriffe der Typologie und der Morphologie erstmals seit Beginn der Moderne wieder in den Mittelpunkt des Architekturdiskurses. In akribischen Analysen versuchte Muratori, Urformen, Archetypen und Architekturelemente (Wand, Säule, Hof) ausfindig zu machen – eine Suche, die im Gegensatz zur Idee der Typisierung durch die Bauindustrie zu verstehen ist. Typologie war dabei als eine autonome Idee zu verstehen, die – unabhängig von ihrer formalen Ausgestaltung – allen Gebäude formen zugrunde liegt. Eine solche „DNA“ der Architektur sei jedem Ort eigen, wird angepasst und entwickelt sich weiter. Diese Entwicklung der Typologien durch Addition und Anpassung wurde dementsprechend als Morphologie bezeichnet. …

Architektur der Stadt 1966 veröffentlichte Aldo Rossi das Buch L’architettura della città. Er stellte damit eine neue Auffassung sowohl der Architektur als auch des Städtebaus vor, deren Einfluss noch bis in die heutige Zeit zu spüren ist. Diese Bezeichnung – die „Architektur der Stadt“ – fasst dabei in einfacher Weise die Mehrdeutigkeit des Themas zusammen: Architektur könne nicht getrennt von der Stadt – und die Stadt nicht getrennt von der Architektur – betrachtet werden. …

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