ARCH+ 214


Erschienen in ARCH+ 214,
Seite(n) 48-51

ARCH+ 214

baukuh: Numa – Italienischer Pavillon für die Expo 2010 in Shanghai

Von baukuh /  Tajeri, Niloufar /  Ngo, Anh-Linh

Die Tatsache, dass die Funktion der nationalen Pavillons auf Weltausstellungen darin besteht, die Kultur und Architektur des jeweiligen Landes modellhaft zu repräsentieren, übersetzen baukuh in eine streng architektonische Idee: Sie erklären den Pavillon zu einem kollektiven, universellen Modell und zum eigentlichen Exponat und wenden sich somit gegen die Vorstellung einer subjektiven, ahistorischen Architektur, wie sie derzeit in Mode ist. In einem Akt generischer Aneignung greift der Pavillon auf ein Repertoire von Architekturen zurück, die der Architekturtradition Italiens aus Romanik und Renaissance entliehen sind. Diese Sammlung italienischer Gebäude begreifen baukuh als eine Art DNA italienischer Baukultur, die sie im Sinne des Konzepts des „Formenkatalogs“ von O. M. Ungers in eine kollektive Formensprache überführen: Das Muster in der Decke des Pavillons entpuppt sich bei näherer Betrachtung als eine Sammlung von Negativabdrücken der ausgewählten Gebäude. …

 

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