ARCH+ 214


Erschienen in ARCH+ 214,
Seite(n) 72-75

ARCH+ 214

Monadnock: Strand

Von Monadnock /  Ngo, Anh-Linh /  Redeker, Stephan /  Reese, Achim

Drei Sommer lang wurde mitten in Rotterdam jeweils zwischen Mai und September ein temporärer Pavillon für den „Festivalstrand“ aufgebaut. Der rote Holzpavillon am Ufer der Maas fungierte als Torgebäude, das die Grenze zwischen der Rotterdamer Innenstadt und dem künstlichen Sandstrand markierte. Einerseits diente der Pavillon als Schwellenraum, der den Zugang zum umzäunten Areal regelte, andererseits wirkte er als Werbung für den privaten Strand. Auf der geschlossenen straßenseitigen Fassade des Pavillons prangte der überdimensionale Schriftzug „Strand“, der in seinen Abmessungen an klassische billboards erinnert. Mit der zur Werbetafel umfunktionierten Nordfassade behauptete sich der Pavillon im Kontext der um Aufmerksamkeit heischenden Hochhausarchitektur der Rotterdamer Innenstadt. Die einfache Botschaft war Programm und Versprechen zugleich: Die Fassade verkündete in der Manier des „dekorierten Schuppens“ (Venturi, Scott Brown und Izenour), dass sich hier ein Strand inmitten der Großstadt befand. Gleichzeitig evozierte der Begriff jedoch auch den situationistischen Spruch „Unter dem Pflaster der Strand“ und betonte damit den Möglichkeitsraum der Stadt …

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