ARCH+ 214


Erschienen in ARCH+ 214,
Seite(n) 76-77

ARCH+ 214

Office Kersten Geers David Van Severen: Statement

Von Geers, Kersten /  Van Severen, David

Wir waren nicht die Einzigen, die sich über das eigenartige, marktwirtschaftlich orientierte Wellenreiten der Architektengeneration aufregten, die uns unmittelbar vorausging. Die oberflächliche Übernahme bestimmter Formeln, mittels derer sich Diagramme in Bauwerke verwandeln ließen, war ebenso simpel wie merkwürdig. Woher kam das? Komischerweise gab es dafür interessante Vorbilder. Viele der Strategien, die diese Architektengeneration anwandte, wirkten wie ausgehöhlte Methoden eines einstmals erfolgreichen kritischen Projekts. Deshalb hielten wir es für unabdingbar, wieder auf jene Generation von Architekten zurück zu kommen, die unserer Vorgängergeneration vorausgegangen war, um deren Werkzeuge unter die Lupe zu nehmen und um letztlich besser verstehen zu können, was es bedeutete, das "modern sein" zu hinterfragen, während man gleichzeitig auf gewisse Weise modern blieb, um "zum Teil modern und zum Teil etwas anderes zu sein". Architekten wie Aldo Rossi, Oswald Mathias Ungers, Robert Venturi und Rem Koolhaas halfen uns dabei, diese Position zu verstehen. … 

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