ARCH+ 221


Erschienen in ARCH+ 221,
Seite(n) 106-109

ARCH+ 221

Medientheorie

Von Trüby, Stephan

Vier neuere Architektur-Publikationen zum Thema:

Wolfgang Sonne (Hrsg.): Die Medien der Architektur, Berlin / München: Deutscher Kunstverlag, 2011

Mario Carpo: Architecture in the Age of Printing. Orality, Writing, Typography, and Printed Images in the History of Architectural Theory, Cambridge, Mass. / London: MIT Press, 2001

Burcu Dogramaci, Simone Förster (Hrsg.): Architektur im Buch, Dresden: Thelem, 2010

Peter Weibel: Architektur und Medien. Die Künste des Raumes im Zeitalter der Medien ( Enzyklopädie der Medien, Band 1), Ostfildern: Hatje Cantz, 2015

Die „Medien“, jene ominösen vermittelnden Substanzen und Nicht-Substanzen, gehören zu den großen Gewinnern der Postmoderne, und zwar in einem Ausmaß, dass die „Medientheorie“ selbst zu einer der großen Erzählungen nach dem angeblichen Ende der großen Erzählungen gezählt werden kann. Entsprechend schreibt Bernd Stiegler in seinem Buch Theorien der Literatur- und Kulturwissenschaften, dass die Medientheorie seit den 1980er-Jahren den Anspruch habe, „eine umfassende Kulturtheorie zu sein“.

Wer heute zum Thema Medien schreibt – etwa im Fahrwasser von Marshall McLuhan, der mit seinem griffigen Slogan „Das Medium ist die Botschaft“ den Blick weg vom Vermittelten hin zum Vermittelnden lenkte, oder von Friedrich Kittler, der von „einer strukturellen Vorgängigkeit der Medien als einer die Kultur bestimmende Hardware“ ausgeht –, kommt nicht umhin zu definieren, was Medien und was keine Medien sind. Ist Liebe, wie Niklas Luhmann glaubt, ein Medium? ... 

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