ARCH+ 223


Erschienen in ARCH+ 223,
Seite(n) 136-137

ARCH+ 223

Berlin for Sale

Von Pecher, Maximilian

Since 2001, the city of Berlin has been selling off some of its publicly owned real estate. 47% of the total urban area is public property, of which 87% is used for public services and 6% is for sale. The sales are being justified on the grounds of balancing the deeply indebted municipal budget. Yet this debtreduction policy, the lifespan of which is limited by the number of available plots, will hardly alleviate the colossal municipal debt.

This privatisation of public real estate conforms to the usual shortsighted neoliberal urban policy, which eschews steering mechanisms to offset social inequality and limits the scope of political participation if urban areas are removed from public influence.  ...

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Seit 2001 verkauft die Stadt Berlin einen Teil ihrer öffentlichen Stadtflächen. 47 % der gesamten Stadtfläche sind öffentliches Eigentum, davon dienen 87 % der Daseinsvorsorge, 6 % stehen zum Verkauf. Die Verkäufe werden mit der Sanierung des schwer verschuldeten städtischen Haushalts gerechtfertigt. Tatsächlich lässt sich der städtische Schuldenberg durch diese ‘Entschuldungspolitik’, die zeitlich durch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Grundstücke begrenzt ist, kaum merklich vermindern.

Diese Privatisierung öffentlichen Eigentums entspricht der üblichen kurzsichtigen neoliberalen Stadtpolitik, die auf Steuerungsmöglichkeiten im Ausgleich sozialer Ungleichheit verzichtet und das Feld politischer Partizipation begrenzt, wenn Stadträume dem Einfluss der Öffentlichkeit entzogen werden. ...

 

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