ARCH+ 225


Erschienen in ARCH+ 225,
Seite(n) 36-39

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Los Angeles – Fallstudie

Von Lehnerer, Alex

128 KONZERTE

Los Angeles gilt als dezidiert antistädtische Stadt. Dieser Eindruck deckt sich mit der für Los Angeles typischen Herabwertung des öffentlichen Raums zu Parkraum. Bezogen auf die Bebauungsdichte wird dieses Klischee jedoch nicht von Statistiken bestätigt. Betrachtet man die Gesamtfläche von Los Angeles, so stellt sich heraus, dass diese Stadt die am dichtesten bebaute der USA ist – dichter als New York oder San Francisco. Der Unterschied liegt darin, wie diese Bebauungsdichte verteilt ist: „Los Angeles ist ein dicht bebautes Gebiet ohne einen extrem dicht bebauten Kern, wohingegen New York und San Francisco unter dem Strich weniger dicht bebaut sind, aber die Vorteile sehr dicht bebauter Kerngebiete genießen“.

Bebauungsdichte kann jedoch Verschiedenes bedeuten, und was sie im Einzelnen aussagt, hängt immer von den jeweiligen Bedingungen ab, wie der amerikanische Verkehrsplaner Donald Shoup ausführt:

„New York und San Francisco haben eine strikte Obergrenze für Parkmöglichkeiten in ihren Central Business Districts; Los Angeles hingegen verfolgt eine genau entgegengesetzte Strategie – während die beiden anderen Städte das Parken abseits der Straße einschränken, fordert LA solche zusätzlichen Stellplätze. Das beeinträchtigt nicht nur die Entwicklung der Innenstadt von Los Angeles im Vergleich zu anderen Teilen der Region, sondern auch die Funktionsweise der Innenstadt. Nehmen wir zum Beispiel den unterschiedlichen Umgang von Los Angeles und San Francisco mit ihren Konzerthallen: …

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