ARCH+ 225


Erschienen in ARCH+ 225,
Seite(n) 84-87

ARCH+ 225

München – Fallstudie

Von Murrenhoff, Martin

I. ENSEMBLES ALS BAUDENKMAL

Mindestens 1.179 Stadtbereiche mit besonderer Denkmalbedeutung sind in der Bundesrepublik als Ensembles gelistet1. Die Charta von Venedig, veröffentlicht 1964, definiert Ensembles als „städtische oder ländliche Denkmalbereiche“. Ensembles gehören zu den Baudenkmälern. Der Schutz von Baudenkmälern liegt in der Hoheit der Bundesländer. Veränderungen im Wirkungsbereich eines Ensembles unterliegen folglich dem Denkmalschutzgesetz des jeweiligen Bundeslandes. Am Beispiel der Entwicklung von E-1-62000-1, so die Aktennummer des Altstadtensembles München, sollen Zielsetzung und Ergebnisse des Ensembleschutzes betrachtet werden. Zwei Projekte der Moderne, Erneuerung und Bewahrung, fallen hier auf engstem Raum zusammen.

BAYERISCHES DENKMALSCHUTZGESETZ (BAYDSCHG)

Die rekonstruierte Altstadt3 wurde 1983 als Ensemble in die Denkmalliste des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege aufgenommen. Bauliche Veränderungen unterliegen seither dem BayDSchG4, das 1973, ein Jahr nach dem Erscheinen der Studie The Limits to Growth5, in Kraft getreten ist. Artikel 1 des BayDSchG ist den Begriffen „Denkmal“ und „Ensemble“ gewidmet: …

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