ARCH+ 225


Erschienen in ARCH+ 225,
Seite(n) 116-121

ARCH+ 225

Ein Legislativer Raum namens Schweiz

Von Angélil, Marc /  Brandlhuber, Arno

Der Aufsatz „Mapping Flows: Switzerland as Operational Landscape“ von Marc Angélil und Cary Siress erschien 2015 als Teil der Reihe Research in Urbanism. Am Beispiel der Schweizer Geschichte diskutieren sie die geopolitische Wirkung der Kartografie bei der Herausbildung von Territorien. Die Autoren vertreten insbesondere die Ansicht, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Guillaume-Henri Dufour ausgearbeitete Landkarte habe eine wichtige Rolle im Prozess der Territorialisierung „eines lockeren Bündnisses aus radikal unabhängigen Kantonen zu jenem vereinigten wirtschaftlichen sowie legislativen Raum namens Schweiz“ gespielt. Doch diesen „legislativen Raum namens Schweiz“ versteht man erst, wie Angélil und Siress feststellen, wenn man die Bedeutung des Rechtsinstruments der Volksabstimmung und der damit zusammenhängenden „infrastrukturellen Maschine“ für das Schweizer Selbstwertgefühl versteht.

Im Dezember 2015 traf sich Arno Brandlhuber mit Marc Angélil, Professor im Departement Architektur an der ETH Zürich, Gründer des Architekturbüros AGPS Architects und Autor zahlreicher Bücher. In Angélils Büro auf dem Hönggerberg-Campus der ETH Zürich diskutierten die zwei Architekten über die Ursprünge der Schweizer Volksabstimmung als Werkzeug, das direkte Demokratie ermöglicht. …

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