ARCH+ 167


Erschienen in ARCH+ 167,
Seite(n) 65-67

ARCH+ 167

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Von Behles & Jochimsen Architekten /  Engelschall, Tobias /  Pälmke, Oda /  Jessen + Vollenweider Architektur /  Kuehn Malvezzi

 

Die Blase ist geplatzt. Aus einem zehnjährigen Fiebertraum erwacht, herrscht plötzlich Ruhe. Vor unseren Augen breitet sich die Realität des neuen Berlin aus. Nach einer Phase hektischen Bauens, nach Jahren des Auffüllens städtischer und vorstädtischer Räume geht jetzt gar nichts mehr. Zur Metropole hat es nicht gereicht. Berlin ist Hauptstadt, aber kein Zentrum. Vergeblich sucht man Dimension und Form einer Großstadt. Die Stadt ist gebaut und damit arm dran. Leere Kassen, leere Büros, leere Häuser. Wie viele Städte schrumpft auch Berlin, die Menschen ziehen weg oder in das Umland. Zurück bleiben die Alten und die Jungen. Berlin wird kleiner und gewinnt gerade daraus neue Größe. Eine Schlankheitskur, ein gezielter Rückbau, eine Flurbereinigung: die Chance, sich von vielen Bausünden auch jüngeren Datums zu trennen und Berlins Möglichkeiten realistisch einzuschätzen. Diese liegen weniger in der Produktion.

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