ARCH+ 122

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Erschienen in ARCH+ 122,
Seite(n) 78-82

ARCH+ 122

Der Mythos von der Berlinischen Architektur

Von Oswalt, Philipp

Bei der Planung für das wiedervereinte Berlin hat sich seit 1991 ein konservatives Architektur- und Städtebaukonzept durchgesetzt, das vor allem von Senatsbaudirektor Hans Stimmann, den Architekten J.P. Kleihues, Hans Kollhoff und Jürgen Sawade sowie dem Architekturtheoretiker Fritz Neumeyer getragen wird. Dieses Konzept, das weitgehend mit der von Vittorio Magnago Lampugnani propagierten "Architektur der neuen Einfachheit" übereinstimmt, stellt einen Versuch dar, die Grundlagen der Architektur neu zu definieren. Grundlegend für das Konzept ist eine konservative Haltung, die zunächst sympathisch und unterstützenswert erscheint. So setzt sich Kollhoff für einen konservativen Reformismus ein," der sich gegen Avantgardismus und Neuerung als Selbstzweck wendet. In Berufung auf Mies van der Rohe und Adolf Loos fordert er eine Architektur, "die nur dann dem Neuen folgt, wenn es sich gegenüber dem Alten als leistungsfähiger, bequemer, schöner erweist". Doch dann vollzieht die Argumentation eine plötzliche Wendung...
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