ARCH+ 157: Sobeks Sensor oder Wittgensteins Griff?

Das Wohnhaus Sobek

In dieser Ausgabe werden zwei Projekte einander gegenübergestellt: Das jüngst fertiggestellte Wohnhaus Sobek in Stuttgart und das Wittgenstein-Haus von 1928 in Wien. Das außerordentliche Verhältnis von technischem Konzept und architektonischem Raumerlebnis im Haus Sobek gewinnt durch sein Gegenüber noch an Kontur. Während im Haus Sobek die Bedienungsoberflächen des Hauses - Klinken, Schalter, Hebel - aufgelöst und weder visuell zu erkennen noch mechanisch zu bedienen sind, stellt die körperliche Erfahrung in der Bedienung eben dieser Elemente im Wittgenstein-Haus einen wesentlichen Bestandteil des Entwurfs dar.

Anhand einer detaillierten Vorstellung des Gebrauchs wird das technische "handling" des Wohnhaus Sobek deutlich, und gleichzeitig, im Kontrast zum Wittgenstein-Haus, werden die Dispositive des Handelns, die die beiden Projekte regieren, bewußt gemacht: Sprachgebrauch im Falle Sobek, Handgebrauch im Falle Wittgenstein. Da die technischen Möglichkeiten dem Sprachgebrauch heute jedoch noch enge Grenzen setzen, wird im Wohnhaus Sobek mit Infrarotsensoren gearbeitet. Wir haben deshalb die beiden Teile des Hefts statt Sprach- und Handgebrauch Berühren und Greifen genannt. Zugespitzt könnte man also sagen: Sobeks Sensor oder Wittgensteins Griff...

 

Inhaltsverzeichnis

Zeitung

6-17

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Zeitung 157

10-11

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Kritik: Von Deleuze zu Dewey? — Zu Heft 156

Thema

22-23

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Synopse: Berühren, Bewegen

24-29

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Editorial: Sobeks Sensor

30-53

Haus Sobek

56-59

Glashäuser

60-61

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Der Kuss

62-65

Haus ohne Anzeichen

66-69

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Smarthouse (1-3)

70-71

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Synopse: Greifen, Begreifen

72-73

Wittgensteins Griff

74-87

Das Wittgenstein Haus

88-90

"Architektur ist eine Geste"

91-96

Taktilität und Raumerfahrung bei Wittgenstein

96-97

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