ARCH+ 174: OMA: Pro-jekte

ARCH+ 174
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Erschienen am 01.12.2005
Tags: Entwerfen, Konzeptuelle Architektur, Moderne, Reflexive Moderne, OMA, Urbanismus, Stadtpolitik, Großprojekt


Mit der steigenden Präsenz von Rem Koolhaas in der Öffentlichkeit hat sich auch der Horizont seiner Tätigkeit stetig erweitert und umfaßt nun zahllose Projekte jenseits konkreter Architektur. Auf diese Akzentverlagerung reagierte OMA, indem es die interne Arbeitsteilung nach Konzeptfindung und Entwurfsausführung formalisierte und das Büro zum Zwillingsbüro OMA/AMO weiterentwickelte. Dadurch wurde es möglich, das konzeptuelle Entwerfen, das OMA bisher auszeichnete, nach der Seite der Konzeptfindung und nach der Seite der Entwurfsausführung zu profilieren und zu professionalisieren, was wir mit dieser Zwillingsausgabe nachzuzeichnen versuchen.

ARCH+ 174: OMA – Pro-jekte

Diese Ausgabe stellt die großen Architekturprojekte der letzten Jahre vor: Die Niederländische Botschaft in Berlin, die Seattle Public Library, die Casa da Música in Porto und das Souterrain Projekt in Den Haag. Sie und vor allem das Hochhaus für das Chinesische Staatsfernsehen CCTV haben Alexander D’Hooghe dazu verführt, von einem “monumental turn” zu sprechen. Diese Redewendung beinhaltet in ihrer provokanten Verkürzung etwas, was vielleicht besser als “public turn” zu umschreiben wäre. Denn diese Projekte zeichnen sich allesamt dadurch aus, daß sie das Öffentliche in die Architektur zurückführen und die sie umgebende Stadt neu organisieren, worauf der Ausdruck “monumental turn” auch anspielt. Der öffentliche Charakter dieser Projekte ist jedoch nicht Selbstzweck. Vielmehr erwächst er aus der Überlagerung von zwei Strategien: der Weiterentwicklung des modernen Programms – unter diesem Gesichtspunkt sind sie die klassischen Beispiele einer projektiven Architektur, die den Plan als sozialen Kondensator ernst nimmt – und der “Einverleibung” avancierter und historischer Kulturtechniken in die Gebäude, die wiederum auf die Stadt zurückstrahlen. Der zweideutige Begriff der “Einverleibung” macht das Spannungsfeld deutlich, in dem sich diese Architekturen stets bewegen: zwischen dem der Stadt “gestohlenen Raum” (Baldauf) und der “public form” (D’Hooghe). Denn einerseits schwingt immer auch die Gefährdung der Architektur durch Vereinnahmung mit. Andererseits ist das Öffentliche stets in den Entwürfen dieser neuen Typologien enthalten, die in der kritisch-produktiven Auseinandersetzung mit den Kulturalisierungstendenzen heute gewonnen wurden. Neben den realisierten Projekten möchten wir mit den neueren Entwürfen wie dem Kongreßzentrum CCC in Cordoba, dem vertikalen Campus in Tokio und dem Charles and Dee Wyly Theater in Dallas Ausblicke auf eine Weiterentwicklung dieser Ansätze und Thesen geben.

 

Inhaltsverzeichnis

Zeitung

4

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Kritik: Nicht alles ist politisch

5-6

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Kritik: FAQ IGMAde

7

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Beijing Rules

8-9

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Kein Ort Nirgends - Penemünde

10

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Design by light

12

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Design: Ein Essentialist – Nachruf auf Maarten van Severen

13

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Design: Petraneid

Baufokus

14-17

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Baufokus

Thema

18

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Pro-jekte und Pro-jektionen

19-21

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Rem Koolhaas im Gespräch, Teil 1

22-25

Souterrain Den Haag

26-31

Cordoba Kongreßzentrum CCC

32-33

Design by Mood

34-47

Seattle Public Library

48-51

Charles und Dee Wyly Theater, Dallas

52-67

Casa da Música, Porto

68-71

Der Blick auf die Stadt

72-81

Die Niederländische Botschaft in Berlin

82-85

Vertikaler Campus, Tokio

86-89

Monumental Turn

90-91

CCTV Headquarter, Peking

92-97

Critical, Post-Critical, Projective?

98-99

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