ARCH+ 38: "Amerikanisierung" der Städte?

Eine Zusammenfügung der Metaphern „Stadt" und „Krise" in verschiedenen "Formen und Konstellationen — das ist sicher nicht erst seit heute Tenor und Hintergrund einer Vielzahl von Wortmeldungen und Veröffentlichungen. Kritik an Form und Inhalt der dabei vorherrschenden Debatte ließe sich nun an den verschiedensten Kennzeichen festmachen. Da wäre zunächst die Tatsache, daß das Gerede von der Krise immer etwas ideologisches hat, soweit es auf der Möglichkeit des Gegenteils insistiert: der Realisierung irgendeiner Art von „Gesundung" oder „Gleichgewicht" der Stadt in derselben Gesellschaft. Auf dieser Ebene der Debatte hat die Linke immer darauf insistiert, daß sich aus den mannigfachen und historisch wechselnden Formen städtischer Krisen dieselben Strukturprinzipien dieser Gesellschaft dechiffrieren lassen. Gerade an der heutigen Diskussion läßt sich jedoch noch eine weitere Kritik anbringen: im Dschungel der verschiedenen Fachdebatten von Soziologen, Planern, Architekten, zwischen Diskussionen um Segregation, Leitbild, Stadtbild, Finanzen scheint heute der Blick auf den Zusammenhang von Krise und Stadtentwicklung, als ein zusammenhängendes Phänomen mit sozialen, baulichen, kulturellen und politischen Aspekten verstellt. Es fehlt eine Debatte, wie sie vielleicht einigen unserer Leser aus Italien und Frankreich bekannt sein mag, eine urbanistische Diskussion, in der sich Praktiker und Theoretiker der verschiedenen Disziplinen, politisch Aktive auf Seiten der Linken wiederfinden und verständigen können. Nicht zufällig haben denn auch die meisten Beiträge im Heftschwerpunkt dieser ARCH+-Nummer einen eher journalistischen Charakter, scheint es doch gegenwärtig in der BRD auf dieser Ebene noch am ehesten möglich, jenseits von fachbornierter „Disziplinierung", Stadt und städtische Konflikte in ihren verschiedenen Dimensionen zu behandeln.

 

Inhaltsverzeichnis

Thema

2-3

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Editorial: Von der "Krise der Stadt" zur Stadt in der Krise

4-10

Wohnen in der Stadt

11-21

Stadtentwicklung in der Krise - das Beispiel des Ruhrgebiets

21-24

Städtische Finanzkrise am Beispiel Duisburgs - ein Interview

24-27

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Die Krise der Stadt am Beispiel New Yorks

27-30

Der Stollwerck-Skandal

30-33

Vorschlag zur Sanierung des Kölner Severinsviertels: eine Alternative

34-38

Alternativen der Politikberatung

39-45

Kritische Ansätze in der lokalen Politikforschung

46

Lokale Politikforschung - die Mühen von Theorie und Praxis

47-49

Grundrente und städtische Bodenpolitik

Zeitung

49

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An Arch+: "Orthodoxe Gebärde"

50

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Auf dem Weg zum "Bauwirtschaftsformalismus"?

51-58

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Die Architektur ist tot...

59-61

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Manfredo Tafuri: Kapitalismus und Architektur

62-65

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Studien- und Forschungsarbeiten über Bologna

65

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Anfrage im Bundestag zum Thema Sozialmieten

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