Mit diesem Heft versuchen wir, zur Architekturdiskussion Position zu beziehen, im Unterschied zu früher, wo wir uns eher kritisch zu ihr verhalten haben.
Das Heft selbst ist nach folgenden Gesichtspunkten aufgebaut. Im Zentrum steht die Frage des Konstitutionsprozesses des Raums. Dieser Frage nähern sich die Autoren in zweifacher Weise: mehr sozialwissenschaftlich wie JEAN-CHARLES DEPAULE, HENRI RAYMOND, MARION SEGAUD, mehr städtebaulich wie JEAN CASTEX, PHILIPPE PANERAI, die einen also versuchen mehr von den Sozialwissenschaften kommend, das Verhältnis Gesellschaft – Raum zu bestimmen, die anderen versuchen, mehr von der Architektur, dem Städtebau kommend, das Verhältnis Architektur – Raum zu erfassen. Die letzte Denkrichtung hat – freilich allein auf Gestaltfragen begrenzt – auch hierzulande unter verschiedenen Namen – ARCHITEKTUR DER STADT (Aldo Rossi), ARCHITEKTUR DER ERINNERUNG (Oswald Mathias Ungers) – Schule gemacht; sie geht aber auch nicht unwesentlich auf Bemühungen zurück, die sich als Opposition zur Moderne zu Beginn diesen Jahrhunderts in diesem Land entwickelten, wie u.a. so vieles, was die Architektur dieses Jahrhunderts bestimmte.