Berlinmodell Industriekultur

Entwürfe für die städtische Arbeitswelt

 


Architektur- und Städtebauforum Berlin
im Auftrag der Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen, Berlin
initiiert von ARCH+ in Zusammenarbeit mit Otl Aicher

Im Oktober 1988 hatte das Berlinmodell Industriekultur Architekten und Ingenieure aus verschiedenen europäischen Ländern zu einem Treffen nach Berlin eingeladen. Eingeladen worden waren Architekten wie Norman Foster und Günter Behnisch, Fritz Haller und Richard Rogers, Ingenieure wie Peter Rice und Stefan Polónyi, Industrielle wie Klaus Jürgen Maack und Jürgen Werner Braun. Ausgewählt wurde diese Gruppe von Architekten und Ingenieuren, um einen Bogen zu schlagen vom Münchner Olympiastadion zur Hong Kong & Shanghai Bank und zur Lloyd’s Versicherung, von den experimentellen Anfängen also zu den jüngsten Meisterwerken einer ingenieusen Architektur. Und erhofft hatten wir uns von diesem Zusammentreffen zweier Generationen von Architekten und Ingenieuren eine Neubelebung dieser Architekturrichtung, die unter dem weltweiten Erfolg des Labels High-Tech gegenwärtig unterzugehen droht. Um dieses zwei Jahrzehnte umgreifende Projekt auch realisieren zu können, wurde noch Otl Aicher angesprochen, der in den 60er Jahren mit Günter Behnisch beim Münchner Olympiastadion zusammengearbeitet hat, wie er heute mit Norman Foster verbunden ist.

So die Intention. Aber es kam alles ganz anders. Das Treffen in Berlin wurde wider Erwarten nicht von einem unausgesprochenen Konsens geprägt, sondern es herrschte Dissens. Der Dissens entzündete sich an der Frage nach der Bedeutung der Architekturästhetik.

Im Anschluß an das Forum erschien ARCH+ 102 Rhetorik des Machens

sowie das Buch Berlinmodell Industriekultur, Entwürfe für die städtische Arbeitswelt, herausgegeben von Nikolaus Kuhnert, Volker Martin und Heinrich Suhr, 1989 im Birkhäuser Verlag.

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