ARCH+ features 22: Oda Pälmke

Geschrieben am 22.10.2013
Kategorie(n): ARCH+ features, ARCH+ news, Oda Pälmke PE-P

Donnerstag, 14. November, 2013
19 Uhr, Studiolo (Vorderhaus)
KW Institute for Contemporary Art,
Auguststraße 69, 10117 Berlin
www.archplus.net/features


„Idee, Idee und noch mal Idee!“ Mit diesem emphatischen Aufruf zur konzeptuellen Ambition beendete Oda Pälmke die 22. Ausgabe der ARCH+ features, die dieses Mal im bis auf den letzten Platz gefüllten Studiolo der KW stattfand. Ihren Vortrag hat Oda Pälmke entsprechend nach Begriffen geordnet, die den konzeptuellen Hintergrund ihrer Arbeit klarmachen: Autogenes Training, halluzinogenes Training, poetische Verdichtung, Fiktionalisierung, Überhöhung u.v.m. Die Begriffe dienen allesamt dazu, das Vorgefundene einerseits zu rationalisieren, andererseits poetisch zu verdichten, um daraus architektonische Strategien zu entwickeln. Mit großer Feinfühligkeit erkennt sie, welche historische Spuren und Referenz sich dafür eignen, nicht nur bewahrt, sondern neu bewertet und weitergedacht zu werden. „Manchmal muss man drei mal hinschauen“, um die subtilen und oft humorvollen Verweise in ihrer Arbeit zu erkennen, sagt Oda Pälmke.

Der Abend beginnt mit der Darstellung ihrer drei Bücher: „Typen – Good, Bad and Ugly Houses“, „Ganz gut – Quite Good“ und „Facades“. Mit einem Blick fürs Wesentliche und auch Skurrile trotzt sie in den kleinen Büchern der generischen Alltagsarchitektur Momente der Schönheit ab. Damit gibt sie bereits einen tiefen Einblick in ihre Arbeitsweise: Mittels einer poetischen Verdichtung transformiert sie die urbane Realität, die „hässlich“ oder allenfalls „ganz gut“ ist, zu „ziemlich gut“.

Damit stehen ihre Arbeiten im Kontext einer gegenwärtigen Generation von Architekten, die die Wertigkeit aller Zeitschichten der Stadt zu schätzen wissen, da sie ihnen die Möglichkeit eröffnen, überlieferte architektonische Prinzipien zeitgemäß weiterzudenken. Die Ambition besteht darin, das Vorgefundene selbstbewusst zu interpretieren und in der Transformation des Vorhandenen das eigene Zeitgefühl zum Ausdruck zu bringen. Damit sind ihre Arbeiten immer zeitgenössisch und von einer ziemlich seltenen Selbstverständlichkeit. SL/ALN

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