Was wurde aus der Postmoderne?

Geschrieben am 22.01.2017
Kategorie(n): ARCH+ news, Architekturzentrum Wien, Postmoderne

Eine Rahmenveranstaltung zur Ausstellung Am Ende: Architektur
Architekturzentrum Wien – Podium
Mittwoch, 22. Februar 2017, 19 Uhr

monadnock stijn bollaert landmark nieuw bergen netherlands © Stijn Bollaert

mit
Hermann Czech, Architekt, AT
Elise Feiersinger, Architektin, AT
Job Floris, MONADNOCK, NL
David Kohn, Architekt, UK
Dietmar Steiner, ehemaliger Direktor Az W, AT
Moderation: Lorenzo De Chiffre, Institut für Architektur und Entwerfen, TU Wien

Lange Zeit schien es als Reaktion auf die umstrittene „Postmoderne“ regelrecht verpönt, mit historischen Referenzen zu arbeiten. Selbst das Bauen im Bestand war überwiegend davon geprägt, sich mit dem „Neuen“ vom „Alten“ abzusetzen. Das Schlüsselwort hieß Innovation – für jedes Projekt bis hin zum Möbelstück musste das Rad neu erfunden werden.

Heute existiert eine Generation von ArchitektInnen, für die kulturelle Kontinuität nichts ist, was überwunden werden muss. Diese Generation setzt sich mit der Vergangenheit auseinander, baut sie weiter und arbeitet mit Zitaten und Ornamenten. Ausgangspunkt ist stets der kontextuelle Aspekt und Ziel ist es, ein „Ganzes“ zu schaffen, das den BenützerInnen als familiärer, unaufgeregter Hintergrund dienen kann.

Doch wo verläuft die Grenze zwischen Kontextualisierung, kritischer Rekonstruktion und bloßer Nostalgie? Nicht umsonst sagt man, dass in Zeiten des Umbruchs die Sehnsucht nach dem längst Vergangenen am stärksten ist.

SSS Siedle Dornbracht Euroboden
Feedback erwünscht!