ARCH+ features 59: Rechte Räume oder Demokratie auf dem Land?

 eine Rezension des ARCH+ Features von Wolfgang Kil

Am Mittwoch, 5. April 2017, disktierten Benjamin-Immanuel Hoff, Kenneth Anders, Burkhardt Kolbmüller, Marta Doehler-Behzadi unter der Moderation von Liane von Billerbeck in Erfurt anlässlich der ARCH+ Ausgabe Stadtland – Der neue Rurbansimus über die Stärkung demokratischer Strukturen auf dem Land. Wolfgang Kil resümmiert:

 „Die Spanne reicht vom kühlen Blick auf krasse technologische Realitäten einer „Landwirtschaft 4.0“ bis zu Thesen einer neuen Sinnverteilung zwischen „übrig gebliebenem Landvolk“ und Raumnutzern, die heute weniger Flächenerträge als individuellen Naturbezug suchen. Ungemein anschaulich sind zwei Interviews mit Thomas Kröger und Peter Haimerl, die durch exquisite Vorzeigebauten die Uckermark und den Bayerischen Wald, also eigentlich abgeschriebene Regionen, in die baukulturelle wie damit auch soziale Aufmerksamkeitsliste gerückt haben.

Wirklich gewichtig wird die Lektüre vor allem dort, wo heutige Stadt-Land-Verhältnisse von ihren Fundamenten her hinterfragt werden. Stellvertretend sei hier nur auf die Überlegungen zum Wert gleicher Lebensverhältnisse verwiesen, den vermutlich brisantesten Beitrag im Heft, dessen Autoren einleitend direkt an aktuelle politische Großwetterlagen anknüpfen. Der Wahlsieg Donald Trumps, der Brexit oder die Wahlerfolge der AfD zeigten vor allem eines: ‚Die abgehängten ländlichen Regionen und die deindustrialisierten Städte melden sich an der Wahlurne zurück. […] Ganze Regionen wurden ökonomisch und infrastrukturell abgehängt, die Schwachen auf notdürftig geflickte Beiboote gesetzt und die Leinen zum Schnellboot Deutschland gekappt.‘“

Die gesamte Rezension ist hier zu lesen: www.marlowes.de/rechte-raeume-demokratie-auf-dem-land

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