ARCH+ 203 Krise der Repräsentation

Wir erleben derzeit eine Wende im gesellschaftspolitischen Diskurs. Sie lässt sich als eine „Krise der Repräsentation“ zusammenfassen, bei der die überkommenen Fronten zwischen konservativ gegen modern, rechts gegen links, säkular gegen religiös sich verschoben haben. Es handelt sich um eine politische und gesellschaftliche Krise, die das etablierte System der repräsentativen Parteiendemokratie ins Wanken bringt.

Sie schlägt sich nicht nur in den massenhaften Bürgerprotesten gegen den Abriss symbolträchtiger Projekte vielerorts nieder, sondern verleiht auch europaweit populistischen Kräften neuen Auftrieb. Hinter diesen Krisenzeichen verbirgt sich im Kern eine kulturelle Krise, die das Selbstverständnis der Gesellschaft insgesamt betrifft und die Frage nach adäquaten architektonischen und städtebaulichen Repräsentationsformen aufwirft. Anhand unterschiedlichster gegenwärtiger Projekte aus dem Architektur-, Städtebau- und Kunstkontext wollen wir diese Konflikte thematisieren und veranschaulichen. Begleitend zur Ausgabe wird ARCH+ in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Düsseldorf eine Ausstellung zum gleichen Thema kuratieren, die Ende Mai eröffnen wird.

Geplanter Erscheinungstermin: Mai 2011. Falls Sie Anregungen oder Beiträge vorschlagen möchten, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf: berlin@archplus.net.

In Kooperation mit dem Stadtmuseum Düsseldorf und dem BDA Düsseldorf.

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