Off-Architektur


Off-Architektur bezeichnet eine neue Art von Netzwerkkultur. Von Hamburg bis Leipzig, von Köln bis Berlin schließen sich immer mehr Gruppen zusammen, die sich meist als “lose Arbeitsgemeinschaften” bezeichnen. Gleichzeitig bilden sich in den Städten Szenen: Eine kritische Masse an Architekten tauscht sich aus, tritt in die Öffentlichkeit, arbeitet vernetzt.

Die beiden Ausgaben ARCH+ 166 Off-Architektur 1 – Szenen und ARCH+ 167 Off-Architektur 2 – Netzwerke fokussieren entsprechend auf “Szenen" und “Netzwerke". In Off-Architektur 1 zeichnen Architekten und Architektinnen subjektive Portraits der Auseinandersetzungen, Arbeitsbedingungen und -ansätze ihrer Stadt. So unterschiedlich deren Form, allen gemein ist der fast aufrufartige Tenor: Macht! Off-Architektur 2 portraitiert die eigentlichen Netzwerke. Als Reaktion auf die Situation in der Baubranche haben junge Entwerfer sich neue Aktionsräume neben den eingefahrenen Strukturen geschaffen. Sie organisieren sich in Netzwerken in immer neuen und oft parallel verfolgten improvisatorischen  Konstellationen. Das Bewußtmachen derartige neuer Prozesse und Handlungsmuster ist notwendig, um diese Strukturen begehbar zu machen, ihnen den bereits eroberten Raum zuzugestehen und so eine breitere Aktionsfläche anzubieten, innerhalb derer Bewegung, sprich Veränderung, stattfinden kann.

Off-Architektur versteht sich sowohl als Informations- als auch als Aktionsplattform. Die in den Heften ARCH+ 166 Off-Architektur 1 – Szenen und ARCH+ 167 Off-Architektur 2 – Netzwerke und bei der daran anschließenden Konferenz begonnenen Debatten wurden weitergeführt.

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