Die Architektur kennt Zeichnungen unterschiedlicher Präzisionsgrade. Unpräzise Skizzen vermitteln einen Eindruck davon, wie wir uns einen Raum vorstellen; sie sind Abdruck, Idee, Möglichkeit.
Präzise Zeichnungen fertigen wir an, um Details zu kommunizieren; sie sind Maß, Anweisung, Realität. Manchmal setzen wir Präzises und Unpräzises parallel ein, um so die unscharfen Rahmenbedingungen komplexer sozioräumlicher Welten festzuhalten. In diesem Essay setze ich mich mit dieser Möglichkeit des präzisen und unpräzisen Zeichnens am Beispiel einer Straße auseinander, die ich als geopolitisches Gebilde und intimen Innenraum zugleich darstelle.