Eine Blackbox als Macht- und Entscheidungszentrale
„Leer.“ –– Star-Architekt Philip Johnson auf die Frage, wie er sich die Friedrichstraße in fünf Jahren vorstellt[1]
Mit dem Mauerfall im November 1989 nahm in Berlin ein einmaliger und außergewöhnlicher Prozess seinen Anfang. Das Zentrum einer Millionen-Stadt konnte neu ge- und verplant werden. Denn einerseits gab es die Brachen, die die Befestigungsanlagen des DDR-Regimes ins Herz der Stadt geschlagen hatten, und andererseits schienen mit der Auflösung der Zentralverwaltungen, Regierungsfunktionen und Großkombinate die bis dato „volkseigenen“ Areale und Gebäude quasi herrenlos.