So ergibt sich eine heterogen geformte Raumstruktur, die sich in den Lücken zwischen den Bäumen ausbreitet. Bewegt man sich durch das Haus, bewegt man sich auch zwischen den Bäumen. Eine umlaufende, teilweise semitransparente Glasfassade umschließt alle Räume des Hauses, das gänzlich ohne Innenwände auskommt. Die Räume stehen in einem größtmöglichen visuellen Kontakt mit dem Wald und den anderen Bereichen des Gebäudes. Im Zentrum befindet sich ein Patio, der als Umgang dient und die einzelnen Räume miteinander verbindet. Auf einen Sonnenschutz wird verzichtet, da der dichte Baumbestand im Sommer für eine ausreichende Verschattung sorgt. Im Winter, wenn die Laubbäume ihre Blätter verlieren, ist die Sonneneinstrahlung gewollt. Beheizt wird das Haus mit einer Luftwärmepumpe.
Alle Architekturelemente – Stützen, Diagonalstreben, Rahmen, Fassade, Betonfußboden und Holzdecke – sind unverkleidet, sie liegen also radikal offen. Dadurch ergeben sich komplexe Überlagerungen zwischen innen und außen, zwischen den gebauten Räumen und dem gewachsenen Wald, zwischen Konstruktion und Umgebung. Obwohl die Raumstruktur aus dem Kontext abgeleitet und die Konstruktion nach logischen Prinzipien entwickelt ist, lässt sich das räumliche Erlebnis rein visuell nicht entschlüsseln. Je nach Standpunkt geht das Haus im Kontext auf oder wirkt wie eine Verdichtung des Ortes. Es bleibt ambivalent, ob das Haus den Ort oder der Ort das Haus beherrscht.