Die herrschenden Klassen im Florenz des 15. Jahrhunderts – Familiendynastien, die durch den Handel mit Luxusgütern, Textilien, Zucker und afrikanischen Sklav*innen sowie durch das international vernetzte Bankwesen der Stadt zu Wohlstand gekommen waren – investierten einen Großteil ihres Vermögens in Architektur. Die für private Mäzene erbauten Stadtpaläste sollten die wohlhabenden Familien von der breiten Masse abheben. Diese mit patrimonialen Emblemen geschmückten Bauten, die sich im Gegensatz zur mittelalterlichen Bausubstanz der Stadt durch ihre klassischen Fassaden auszeichneten, entwarf eine neue Kategorie von Architekten, die ihre Existenz vor allem der enormen Konzentration von Reichtum verdankte, der sie Form und Ausdruck verlieh.