In der Nacht vom 13. auf den 14. Juni 2017, kurz vor ein Uhr, brach im Grenfell Tower, einem 24-stöckigen Hochhaus in North Kensington, London, ein Feuer aus. Im darauffolgenden Inferno starben 72 Menschen; viele weitere wurden verletzt.1 Nicht nur das Trauma und das Leid der Überlebenden setzte sich im allgemeinen Bewusstsein fest, sondern auch die Erkenntnis, dass weite Teile des Gebäudebestands im gesamten Vereinigten Königreich – darunter Schulen und andere öffentliche Bauten – der gleichen Gefahr ausgesetzt sind.2 Menschen leben weiterhin in Gebäuden, die sie umbringen könnten, wenn nicht substanzielle, d. h. teure Maßnahmen ergriffen werden, um Entwicklungen rückgängig zu machen, die sich seit der Jahrtausendwende vollzogen haben.