Das African Centre for Cities (ACC) an der University of Cape Town wurde 2007 in der ausdrücklichen Absicht gegründet, die interdisziplinäre Forschung über die Städte des Globalen Südens aus einer afrikanischen Perspektive neu zu beleben. Von Beginn an war es das Anliegen des ACC, alternative Formen der Wissensproduktion zu erproben, um den Horizont akademischer Forschung zu erweitern und zugleich die Routinen der Institution durch ein beständiges Moment epistemischer Unruhe herauszufordern. Dieses Experiment bildet einen wesentlichen Beitrag zu den umfassenderen Debatten über südliche Formen des Urbanen. Im Kern geht es um grundlegende Fragen: Wie lässt sich relevantes Wissen über das Urbane erzeugen? Wozu soll Wissen überhaupt produziert werden? Und was bedeuten diese Fragen für die Politik der Wissensproduktion im Globalen Süden?