Dass alles mit allem verbunden ist, heißt noch nicht zwangsläufig, dass wir auch eine Vorstellung davon haben, wie dieses Alles zu einer gemeinsamen Welt wird, und ebenso wenig, was das für Fragen von Gleichheit und Gerechtigkeit bedeutet. Es genügt zum Beispiel nicht, eine „kreolische“ Identität zu teilen oder sich zu bekennen, queer zu sein, um bereits eine Welt und eine Gemeinschaft zu bilden. Und genauso wenig genügt es, sich als Teil des Bergs zu verstehen, um die Ausbeutung von Natur und nicht-menschlichem Leben zu verhindern. Die Welt ist Frucht von gemeinsamem Handeln. Wie können wir nun nach Kolonisierung und Versklavung eine Polis – im Sinne eines gemeinsam bewohnten Ortes – von Menschen und nicht-menschlichen Lebewesen errichten?