Im Frühjahr 2022, kurz nach der Grundsteinlegung für den Neubau des Goethe-Instituts in Dakar, erhielt Diébédo Francis Kéré als erster Architekt afrikanischer Herkunft den Pritzker-Preis. Ausgezeichnet wurde ein Werk, das ressourcenschonendes Bauen, soziale Einbettung und kulturelle Verankerung verschränkt. In seinen meist auf dem afrikanischen Kontinent realisierten Projekten – von Schulen, Kliniken und Kultureinrichtungen bis zu politischen Repräsentationsbauten – leitet Kéré architektonische Strategien aus sozialen Ansprüchen, klimatischen Bedingungen sowie lokalen Materialien, Handwerkstraditionen und Bauweisen ab.