Der Landschaftsarchitekt Alwin Seifert (1890–1972) gilt als ein wichtiger Vertreter der frühen Ökologiebewegung. Von Beginn an verband er seine natur- und landschaftsschützerischen Positionen mit völkischen, rassistischen und antisemitischen Vorstellungen einer „bodenständigen Gartenkunst“. Während seiner Tätigkeit als „Reichslandschaftsanwalt“ im Nationalsozialismus trat diese ideologische Verknüpfung offen zutage; in der Nachkriegszeit wurde sie zunehmend verschleiert und in verschwörungsideologische Chiffren überführt. In rechten Milieus sind diese Denkfiguren bis heute anschlussfähig.