In ländlichen wie urbanen Ökosystemen bilden Böden eine dünne, fragile und zugleich dynamische Membran, in der Geo- und Hydrosphäre mit der Biosphäre und der Atmosphäre zusammentreffen. Sie filtern Wasser, kühlen Oberflächen und Luft, fungieren als Kohlenstoffsenken, ermöglichen die Nahrungsmittelproduktion, tragen zur Biodiversität bei und binden Schadstoffe. Böden sind damit kein bloßer Hintergrund urbanen Lebens, sondern eine zentrale Voraussetzung für lebensfähige Räume. Dies gilt umso mehr angesichts des Klimawandels und anderer Umweltbelastungen, die die Formen, Techniken und Lebensweisen heutiger Städte zunehmend unter Druck setzen.