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Dieser bestellt selbstständig neue Milch, wenn sie zur Neige geht oder das Verfallsdatum überschritten ist. Das Beispiel kursierte Anfang des 21. Jahrhunderts in vielen Medien und Diskussionen, wenn es um die möglichen Vor- und Nachteile der Integration computerbasierter Systeme in unser Leben ging. Jedes Ding soll eine Adresse erhalten und mit anderen vernetzt werden, um die von Sensoren erhobenen Daten austauschen zu können. Damit verwandelt sich das Heim in eine lebendige Gemeinschaft mit animierten Objekten oder in einen von Paranoia geprägten Ort („die Milch ist verschüttet, vielleicht hat jemand meinen Kühlschrank gehackt!?“). Abgesehen von der Thematik „Mensch gegen rebellierende Geräte“ und der dringenden Notwendigkeit klarer Standards für das IdD, die einen „eingebauten Datenschutz“ bieten, um den Missbrauch sensibler Daten durch die Provider zu unterbinden, soll hier das Milch-im-Kühlschrank-Problem aus einer anderen Perspektive betrachtet werden:

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