Raoul Hausmann auf Ibiza: Das ethnografische Unbewusste
Der Dadaist Raoul Hausmann begann sich um 1920 unter dem Einfluss seines Freundes László Moholy-Nagy für konstruktivistische Fotografie zu interessieren. Gleichzeitig teilte er mit seiner Lebensgefährtin Hannah Höch, die in den 1920er-Jahren eine Reihe von an Fetische erinnernde Fotomontagen mit dem Titel Aus einem ethnographischen Museum fertigte, ein wachsendes Interesse an Völkerkunde. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland wurden seine Werke zu „entarteter Kunst“ erklärt; zwischen 1933 und 1936 lebte er auf Ibiza und fotografierte Landschaften, Häuser, Menschen und Pflanzen.