Gegenwärtig ist nicht nur in der kritischen Stadtforschung, sondern auch im Architektur- und Planungsdiskurs eine Renaissance der Eigentumsfrage zu beobachten. Die Debatten zu den verschiedenen Aspekten des Themas – von der Boden- und Immobilienspekulation in urbanen Zentren über das Landgrabbing im Agrarsektor bis zur fortgesetzten Privatisierung und Inwertsetzung vormals öffentlicher Dienstleistungen und Güter – schärfen den Blick auf Eigentum als gesellschaftlich treibende Kraft. Die damit verbundenen Fragen der Ein- und Ausschlüsse, derVerteilungsungerechtigkeit und Verknappung von Ressourcen, aber auch die demokratietheoretischen Probleme, die eine Konzentration von Eigentum und ökonomischer Macht hervorrufen, sind zentrale Themen gegenwärtiger stadtpolitischer Debatten.