Aus der Vielzahl der stadtpolitischen Themen, die Berliner*innen im vergangenen Jahrzehnt beschäftigt haben, stechen zwei Phänomene besonders hervor: steigende Mieten und die Ankunft von (nicht-weißen) Geflüchteten. Beide haben einen Einfluss auf Berlins lokale wie globale Wahrnehmung als Ort, an dem die Mieten bezahlbarer und Geflüchtete willkommener sind als in anderen Städten vergleichbaren Kalibers. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Stadt diesem Ruf zu keinem Zeitpunkt gänzlich gerecht geworden ist und sich in letzter Zeit immer mehr von ihm entfernt hat. Was jedoch in Debatten über diese Themen oft unterschlagen wird, ist die vielfache Verschränkung der Kämpfe für die Produktion einer gleichermaßen bezahlbaren und gastfreundlichen Stadt.