ARCH+ 69/70


Erschienen in ARCH+ 69/70,
Seite(n) 62-66

ARCH+ 69/70

Die Architektur und das Eisen: Labroust, Semper, Gurlitt, Gropius

Von Posener, Julius

8. Vorlesung

Neue Tendenzen im 18. Jahrhundert - Das Zeitalter Schinkels

Wir haben gesehen, daß ein Mann wie Boetticher Schinkels Werk zum Anlaß nehmen konnte, eine auf Zug beanspruchte Architektur, eine Metallarchitektur zu fordern: sie sei die Architektur der Zukunft. Wir haben aber auch gesehen, daß Schinkels Werk solche und viele anderen - Deutungen erlaubt, daß Schinkel selbst jedoch nicht daran gedacht hat, aus den bescheidenen Anwendungen des Eisens, die in seinem Werke vorkommen, eine Forderung für die Zukunft abzuleiten, aus ihr ein Prinzip zu machen. Wir wissen zwar über das, was Schinkel über die Baukunst gedacht hat, nicht allzu viel. Viel mehr wissen wir über die Entwicklung einer jeden Bauaufgabe, und zwar aus den unzähligen, langen und genauen Briefen, die er an seine fürstlichen Auftraggeber hat schreiben müssen. Es geschieht selten, daß er über ein bestimmtes bauliches Thema eine konsistente Theorie entwickelt, wie er dies zum Beispiel für den Theaterbau getan hat...

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