ARCH+ 93

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Erschienen in ARCH+ 93,
Seite(n) 89-96

ARCH+ 93

Ein Hauch von Intelligenz

Von Banham, Reyner

Ein genauer Beobachter des Aufstiegs der Umwelttechnologie wird nicht umhin kommen, die verschiedenartigen und auffälligen Rollen zur Kenntnis zu nehmen, die Glas bei ihrer Entwicklung gespielt hat. Als ein klassisches selektives Material, durchlässig für Licht, aber nicht für Luft oder Wasser, hat es die Funktion der Lochfassade völlig umgewälzt; als eine preiswerte, leichte, unempfindliche Gebäudehaut machte es die Abschaffung der massiven Wände möglich, und in höchstem Maße wärmedurchlässig, machte es Air-Conditioning verbindlich und hohe Energiekosten unvermeidlich; wahlweise durchlässig für Licht verschiedener Wellenlänge, erlaubt es paradoxerweise durch den Treibhauseffekt auch einen niedrigen Energieverbrauch. Zum Ende dieser Geschichte hat jedoch auch das Glas angefangen, sich zu verändern und zu variieren; es ist nicht länger ein gegebenes, unwandelbares Material mit der einmaligen, doch idealen Eigenschaft der Transparenz. Heutzutage wird es als eine Substanz angesehen, deren Verhalten selbstregulierend oder kontrolliert sein kann...
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