ARCH+ 84

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Erschienen in ARCH+ 84,
Seite(n) 50-52

ARCH+ 84

Steinbauten

Von Pfeiffer, Herbert

Als Süddeutscher hatte ich den ersten Kontakt mit dem Sichtmauerwerksbau vor zehn Jahren, als ich - an die Abteilung Bauwesen der Universität Dortmund berufen - mein eigenes Haus im Münsterland plante. In dieser Region, in der der Backsteinbau traditionell weit verbreitet ist, gibt es m. E. auch heute noch ein stark ausgeprägtes handwerkliches Reservoir für den Sichtmauerwerksbau. Mein Haus war sowohl innen als auch außen in Sichtmauerwerk geplant. Unbefangen schrieb ich ein 36,5 cm starkes Massivmauerwerk mit einer Vergußfuge aus. Im Innenbereich eine 24 cm starke tragende Wand aus Uniporsteinen, nach außen eine 11,5 cm starke Schale aus Verblendersteinen im 1 1/2 Normalformat mit dazwischenliegender 2 cm starker Vergußfuge. Als es an die Vergabeverhandlungen ging, weigerten sich alle beteiligten Unternehmer für diese Konstruktion eine Garantie zu übernehmen, da nach ihrer Erfahrung bei einer Vergußfuge Hohlräume nicht auszuschließen seien und bei langanhaltendem Schlagregen eine Durchfeuchtung der Innenschale unvermeidlich sei...

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