ARCH+ 81

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Erschienen in ARCH+ 81,
Seite(n) 46-59

ARCH+ 81

Die Landschaftspflege als Instrument nationalsozialistischer Eroberungspolitik

Von Gröning, Gerd /  Wollschke, Joachim

Mit diesem Beitrag soll die Diskussion in ARCH+ um nationalsozialistische Eroberungspolitik und die Funktionalisierung sog. wertfreier unpolitischer Planungsdisziplinen für die nationalsozialistische Eroberungspolitik fortgesetzt werden. Der Schwerpunkt der bisherigen Auseinandersetzung (siehe dazu 71ARCH*, 1983, S. 58 ff) lag dabei auf Bereichen wie Architektur, Stadtplanung oder Raumordnung; die Entwicklung der Landschaftsplanung wurde explizit nicht thematisiert. Im Bereich der Landespflege selbst ist die landschaftsplanerische Tätigkeit während des Nationalsozialismus und speziell in den „eingegliederten Ostgebieten", d.h. den von Polen während des Zweiten Weltkriegs geraubten Gebieten, bis heute, 40 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus, weitgehend tabuisiert geblieben. Die Hintergründe für diese Tabuisierung sind u.a. in personellen und inhaltlichen Kontinuitäten zwischen dem Nationalsozialismus und den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik zu suchen...

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