ARCH+ 83

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Erschienen in ARCH+ 83,
Seite(n) 25-31

ARCH+ 83

CAD: Kompliziertheit oder Komplexität?

Von Friedrichs, Kay /  Kroll, Lucien /  Serwe, Hans-Jürgen

ARCH+: Herr Kroll, vor einem Jahr haben wir in unserem ersten CAD-Heft Auszüge aus Ihrem Buch „Composants"1', das jetzt auch in der deutschen Fassung vorliegt, veröffentlicht. Sie waren einer der ersten Architekten, die sich praktisch mit der neuen Technologie auseinandergesetzt haben, sowohl offen für die neuen Möglichkeiten, wie auch kritisch gegenüber den ihr innewohnenden Gefahren. Wie kamen Sie überhaupt zu CAD, ein nächtlicher Geistesblitz, durch Kollegen oder haben Sie's im Fernsehen gesehen?

Lucien Kroll: Durch unsere langjährige Erfahrung mit dem industriellen Bauen, unser Plädoyer für die Verwendung von Komponenten, waren wir auf das ,procedere' von CAD schon eingestimmt. Es kam uns sozusagen entgegen. Konkret kann man zwei Anlässe nennen: ein Projekt mit industriellen Fertigteilen im Jahre 1980 und parallel dazu ein günstiges Angebot eines gebrauchten CADComputers samt Software und der Betreuung durch einen Informatiker. Nach der Bearbeitung einiger Projekte auf der Apparatur und gewissen Modifikationen des Programms waren wir bald - selbst mit unseren bescheidenen zwei oder besser gesagt zweieinhalb Dimensionen - bei besseren Dingen angelangt als das, zu dem etwa AutoCAD damals in der Lage war. Ich sagte mir dann, daß ich im Besitz von Modulen eines Programmes sei, das zwar schon einiges konnte, aber immer noch ungenügend war, bei entsprechender Bearbeitung aber auch für andere interessant werden könnte. Im französischen Städtebauministerium unterbreitete ich dann meinen Plan...

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