ARCH+ 83

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Erschienen in ARCH+ 83,
Seite(n) 56-60

ARCH+ 83

CAD-Architektur

Von Stöhr, Günter /  Wessels, Gregor

Um die Jahresmitte 1645 - 19 Jahre nach Baubeginn - ging die Bauleitung an der römischen Jesuitenkirche S. Ignatio von P. Orazio Grassi auf Antonio Sasso über. Sasso änderte die Pläne der schon fast fertiggestellten Fassade und ließ sie zusammen mit dem Außendach des Langhauses erhöhen, während die Innentonne des Langhauses zur Wahrung von Grassis Innenraumproportionen unangetastet blieb. Diese Dacherhöhung bewirkte für den Bau der Kuppel eine Konfliktlage, die schließlich zur Aufgabe der Bauabsicht einer Kuppel führte: Hätte man sie in der ursprünglich geplanten Form und Höhe belassen, so wäre sie von der jetzt mächtiger wirkenden Baumasse des Langhauses gleichsam erdrückt worden; hätte man sie parallel zum Dach des Langhauses erhöht, wären Innen- und Außenkuppel auseinandergestrebt und die inneren und äußeren Fensterkränze in Tambour und Laterne hätten nicht mehr nebeneinander gepaßt...

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