ARCH+ 174

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Erschienen in ARCH+ 174,
Seite(n) 14-17

ARCH+ 174

Baufokus

Von J. S.

Casa da Música, Porto: Zoom 1 Der öffentliche Charakter der Casa da Música wird vor allem von den Öffnungen zur Stadt und internen Durchblicken ins große Auditorium bestimmt. Die konzeptuelle Transparenz erfordert akustisch wirksame Vorhangsysteme, um trotz des hohen Glasanteils aus diesem öffentlichen ein ‘musikalisches’ Gebäude zu machen. Petra Blaisse (Inside/Outside) entwickelte zusammen mit der Firma Gerriets nicht nur Vorhänge für die Akustik, sie erzeugte mit ihnen zugleich eine “Architektur der Stimmungen”. (Vgl. Sylvia Lavin S. 13)

Casa da Música, Porto: Zoom 2 Die Casa da Música erzeugt mit einer extremen Vielfalt an Oberflächen, Materialien und Mustern unterschiedlichste Stimmungen im Gebäude. OMA-typische Lochbleche, Polycarbonate, Aluminium und Glas wechseln sich mit einer Neuaneignung portugiesischer Handwerkskunst ab: Die Verwendung kunstvoller Azulejos gibt den Räumen einen aufregend zeitgenössischen und zugleich ortstypisch-traditionellen Charakter. Diese Materialwirkung wird verstärkt durch den Einsatz eines Rahmensystems, das alle Türen ohne visuelle Störungen in die Wand integriert. OMA wählte eine Basiskonstruktion, die gestalterische Flexibilität mit technischen Innovationen in den Bereichen präventiver Brandschutz sowie Rauch- und, im Fall der Casa besonders wichtig, Schallschutz verbindet.

Der Detailschnitt zeigt den symmetrischen Aufbau des System 2000 von MBB, dessen Stahlkern von außen gedämmt ist, um minimale Verformungen im Brandfall zu gewährleisten. Ein Inline-Band trägt die Lasten axial ab, so daß keine Türbänder sichtbar sind. Eine minimale Zarge und flexible Oberflächenadaption lassen Wand und Tür wie eine Fläche wirken. www.metallbau-bedarf.de

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