ARCH+ 176/177


Erschienen in ARCH+ 176/177,
Seite(n) 38-39

ARCH+ 176/177

Come in and find out

Von Dahler, Björn /  Mende, Julia von

Julia von Mende: Herr Dahler, Sie sind mit dem Makeln und Verwalten von Immobilien beschäftigt. Außerdem machen Sie Projektentwicklung. Wir möchten von Ihnen wissen, wie der Wohnungsmarkt auf den demographischen und gesellschaftlichen Wandel reagiert. Björn Dahler: Die Immobilie wird heute als Lebensabschnittsimmobilie gesehen. Man denkt in kürzeren Zyklen und nicht mehr nach dem Motto: “Ich kaufe ein Haus und darin wohne ich, bis ich rausgetragen werde”. Bei einem unserer Townhouse- Projekte gab es viele Käufer, die um die 50, 60 oder sogar noch älter waren. Das hat uns ziemlich erstaunt, wenn man an die vielen Treppen über mehrere Etagen denkt, aber die sagen sich “das mach ich jetzt für 10 Jahre und danach mach ich noch was anderes.” Ich habe mal eine Rede von Lothar Späth gehört. Er war, was viele gar nicht wissen, in den 60er Jahren im Bauträgergeschäft tätig. Er sagte, man hätte damals irgendwas zeichnen und bauen können – ohne sich darum zu scheren, was die Leute eigentlich wollen – es ging immer weg. Heute ist der Wohnungsmarkt ziemlich gesättigt und lebt vom Verdrängungswettbewerb. Die Projektentwicklung spielt unter diesen Umständen eine zunehmend wichtigere Rolle. Man muß Produkte schaffen, die besonders auf die Bedürfnisse der Leute eingehen. Das beginnt bei einer differenzierten Produkttypologie, geht aber weit darüber hinaus bis hin zu der Kreation von speziellen Wohnstilen und Wohnwelten im Gebäudeinneren – und darin sehen wir einen zunehmenden Bedarf.…

SSS Siedle Dornbracht Euroboden
Feedback erwünscht!